Kultur

Nicht umsonst stehen einige Höhepunkte des Harzes auf der UNESCO Weltkulturerbe-Liste. Der Harz und seine Umgebung bieten einen Schatz an kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten! 

Goslar

Das Bergwerk Rammelsberg, die Altstadt von Goslar und das System der Oberharzer Wasserwirtschaft sind Teile des UNESCO-Weltkulturerbe. Wie an keiner anderen Stelle auf der Welt belegen sie in gegenseitiger Ergänzung die technischen, ökonomischen und sozialen Entwicklungen in einem historischen Bergbaurevier über einen Zeitraum von mehr als tausend Jahren. 

Die reichen Erzvorkommen am Rammelsberg, vor allem aber im Oberharz, haben die Entwicklung der Altstadt Goslars nachhaltig geprägt und spiegeln einen besonders wichtigen Abschnitt sowohl deutscher als auch europäischer Geschichte des Mittelalters wider.

Die auf mittelalterlichem Grundriss entstandene, geschlossen erhaltene Altstadt Goslar wird besonders  durch den ungewöhnlich großen Bestand von ca. 1.500 Fachwerkgebäuden des 15. bis 19. Jh. geprägt. Das reizvolle Stadtbild mit seinen engen Straßen wird von den mächtigen Türmen der romanischen Kirche überragt. Neben diesen, der Kaiserpfalz, dem Rathaus sowie den Stadtbefestigungsanlagen sind auch die Spitäler und die große, bis in das 12. Jh. zurückreichende Zahl mittelalterlicher Wohnhäuser aus Stein, die sogenannten Kemenaten, von großem Reiz.

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Goslar


Quedlinburg

Die über 1000-jährige Stadt Quedlinburg liegt am nordöstlichen Rand des Harzes. Zahlreiche Bauten der Romanik, 1300 Fachwerkhäuser sowie Villen der Gründerzeit und des Jugendstils erzählen von einer Geschichte und Kultur vergangener Epochen. 

Die Stiftskirche St. Servatii in Quedlinburg wurde von der UNESCO als "architektonisches Meisterwerk der Romanik" ausgezeichnet. Sie beherbergt einen der wertvollsten Kirchenschätze des Mittelalters. Der Sage nach wurde hier auch dem ersten König des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, Heinrich dem I., die Königswürde angetragen.

Die Altstadt Quedlinburgs wird von der UNESCO als ein "außergewöhnliches Beispiel für eine europäische mittelalterliche Stadt" erachtet. Im Stadtkern sind rund 800 Häuser als Einzeldenkmal ausgewiesen. Hier ist auch "Der Alte Klopstock" zu finden - ein Fachwerkbau, der seinen Namen von einem der berühmten Söhne Quedlinburgs, dem Odendichter Friedrich Gottlieb Klopstock, erhielt. Aufgrund des knapp 90 ha großen bebauten Stadtkerns zählt Quedlinburg mit seinen zahlreichen Bauten aus allen Stil- und Zeitepochen zu einem der größten Flächendenkmäler Deutschlands.

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Quedlinburg


Lutherstadt Eisleben

Die über 1000-jährige Lutherstadt Eisleben ist die Heimatstadt Martin Luthers und liegt umgeben von der sanften Hügellandschaft des Mansfelder Landes im östlichen Harzvorland. 

Die Luthergedenkstätten in Eisleben gehören seit 1996 zum UNESCO-Welterbe. Sie zeigen einen "bedeutsamen Abschnitt in der menschlichen Geschichte und sind als authentische Schauplätze der Reformation von außergewöhnlicher universeller Bedeutung". 

Das Geburtshaus Luthers in Eisleben zeichnet Stationen seines Lebens nach und gibt Einblicke in die Herkunft und Kindheit des Reformators. In 13 Räumen werden die gesellschaftlichen Verhältnisse, die Luthers Kindheit prägten, präsentiert. Sein Sterbehaus wurde im September 2012 mit einer neuen Ausstellung als Museum wieder eröffnet. In der Taufkirche St. Petri-Pauli wird mit dem "Luthertaufstein" die Erinnerung an Luthers Taufe bewahrt und in der St. Andreaskirche hielt Martin Luther seine vier letzten Predigten und führte zwei Pfarrer in ihr Amt ein. Außerdem wurde hier sein Leichnam aufgebahrt, ehe dieser in die Schlosskirche nach Wittenberg überführt wurde.

Der "Lutherweg Eisleben" verbindet die Lutherstätten und Kirchen der Stadt. Am letzten Sonntag im August findet hier ein gemeinsamer öffentlicher Spaziergang statt.

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Lutherstadt Eisleben


Goethe

Johann Wolfgang von Goethe war zweifellos der berühmteste Harzbesucher. Der große Dichter hat an zahlreichen Stellen im Harz seine Spuren hinterlassen. Viele Namen und Gedenktafeln erinnern noch heute an seine Anwesenheit während seiner drei ausgedehnten Harzreisen.

Der Brocken hatte es Goethe scheinbar ganz besonders angetan. Drei Mal bestieg er den höchsten Harzgipfel, erstmals am 10. Dezember 1777. Zu dieser Zeit war der Berg touristisch noch völlig unerschlossen und der Weg auf den Gipfel ein waghalsiges Abenteuer. Seine ungefähre Route, denn der genaue Verlauf seines damaligen Weges ist nicht bekannt, ist als "Goetheweg" noch heute einer der beliebtesten Aufstiege zum Brocken.

Johann Wolfgang von Goethe kam nicht als Urlauber, sondern als Forschungsreisender in den Harz. Er erstellte auf seinen Reisen verschiedene Studien in den Bereichen Geologie und Bergbau. Die Eindrücke und Erlebnisse seiner Reisen durch den Harz inspirierten Goethe außerdem in seinem literarischen Schaffen. Besonders sein Meisterwerk, der "Faust", wurde deutlich von seinen Harzer Erfahrungen geprägt und viele Szenen in dieses Gebirge verlegt. Hervorzuheben ist dabei vor allem die Walpurgisfeier auf dem Brocken.

So erhielt der Harz ein unsterbliches literarisches Denkmal und fand schon früh Eingang in die Weltliteratur. Viele prominente Persönlichkeiten taten es Goethe in der Folgezeit nach und besuchten ebenfalls den Harz. Folgen auch Sie seinen Spuren und lassen sich dabei wie einst der Dichterfürst von der Vielfalt des Harzes beeindrucken.

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Johann Wolfgang von Goethe


Neben diesen Höhenpunkten werden Sie unterwegs aber auf noch viel mehr Geschichte und Kultur stoßen: Die schönen Dörfer im Osten und Westen mit ihrer eigenen kulturellen Identität und ihren Sehenswürdigkeiten, den besonderen Fachwerkhäusern, schönen Burgen, Schlössern und Festungen, alten Bahnhöfen und noch vieles mehr. Dabei werden Sie wahrscheinlich auch regelmäßig die ehemalige innerdeutsche Grenze überschreiten.                                                                          Besonders sehenswert sind u.a.:

Holzkirche Elend

Das Wahrzeichen der Gemeinde Elend ist die "Kleinste Holzkirche Deutschlands" mit einer Größe von 5,0 m x 11,0 m und 80 Sitzplätzen. Sie ist ein Fachwerkbau im neugotischen Stil und steht auf der Kirchenwiese im Ortszentrum neben zwei uralten Eichen. Die Kirche wurde 1897 zunächst ohne Turm eingeweiht. Erst durch Spenden von Elender Bürgern konnte der Turm nachträglich angebaut werden und somit erhielt die Kirche 1904 im Wesentlichen ihre heutige Form. Der 60 qm große Innenraum der Kirche zeichnet sich durch besondere Einfachheit und Schlichtheit aus. Aufgrund der Enge des Raumes wurde der hölzerne Altar auf Rollen gelagert, um auf diese Weise nach Bedarf nach hinten verschoben zu werden.

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Holzkirche Elend


Stabkirche Hahnenklee

Die Stabkirche Hahnenklee ist in Bauweise und Ausstattung so einzigartig unter den Kirchenbauten Deutschlands, dass sie das Ziel zahlreicher Besucher aus dem Inland und Ausland ist. 

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Stabkirche Hahnenklee


Schloß Wernigerode

Das Schloß Wernigerode® war ursprünglich eine mittelalterliche Burg, die den Weg der deutschen Kaiser des Mittelalters auf deren Jagdausflügen in den Harz sichern sollte.

Im Laufe des 16. Jh. wurde die Burg zu einer Renaissancefestung umgebaut. Im Dreißigjährigen Krieg schwer verwüstet, begann Graf Ernst zu Stolberg-Wernigerode im späten 17. Jahrhundert mit dem barocken Umbau der Burgreste zu einem romantischen Residenzschloss. Den wohl bedeutendsten Umbau in der Geschichte des Schlosses veranlasste Graf Otto zu Stolberg-Wernigerode.

Das Schloß Wernigerode® wurde zu einem Leitbau des norddeutschen Historismus. Seit 1930 ist das Schloss in Teilen der Öffentlichkeit zugänglich. Zwei Museumsrundgänge führen die Gäste durch über 40 zum Teil original eingerichtete Wohnräume des deutschen Hochadels.

Einen Besuch der hochwertigen Sonderausstellungen sollten Sie mit einplanen.

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Schloß Wernigerode


Welfenschloß Herzberg

Schloss Herzberg ist eine Schlossanlage in Herzberg am Harz im Landkreis Osterode am Harz in Niedersachsen. Die heutige Vierflügelanlage hat ihren Ursprung etwa im 11. Jahrhundert als mittelalterliche Burg. Nach einem Brand im Jahr 1510 wurde sie als Schloss neu aufgebaut und ist eine der wenigen Schlossanlagen Niedersachsens, die in Fachwerkbauweise errichtet wurden. Wegen der über 700 Jahre langen Zugehörigkeit zum Adelsgeschlecht der Welfen wird die Anlage auch als Welfenschloss Herzberg bezeichnet.

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Welfenschloß Herzberg